Bei allerbestem Wanderwetter trafen sich am Sonntag 7 Personen in Baiersbronn, um gemeinsam den Genießerpfad „Sankenbachsteig“ zu erwandern.
Eine Tour, die mit ca. 450 Metern Auf- und Abstiegen auf oft schmalen Pfaden und Waldwegen zwar nicht ganz einfach zu bewältigen ist, aber mit wunderbaren Ausblicken und Naturschönheiten für die Anstrengungen entschädigt.
Schattig erst durch Wiesen am Kienbächle und Sankenbach entlang, führte unser Weg bald aufwärts an das Ende des Tales und zur ersten Überraschung des Tages: vor uns lag der idyllische Sankenbachsee, einer von mehreren Karseen in dieser Gegend.
Nach einer Pause am See und dem Bedauern, ohne Badezeug gekommen zu sein, machten wir uns an den steilen, fast schon alpinen Aufstieg entlang des Wasserfalls durch die das Tal abschießende Karwand.
Ein weiterer Aufstieg durch den Wald brachte uns auf einen Höhenweg, der auf der einen Seite das Sankenbachtal überblickt, auf der anderen Seite bald Blicke ins Murgtal und eine fantastische Silhouette von Freudenstadt freigibt.
An der bald erreichten Wasenhütte, dem entferntesten Punkt unsere Wanderung, teilte sich die Gruppe auf. Ein Teil wanderte gemütlich auf einem waldigen Höhenweg zum Stöckerberg, dem Baiersbronner Hausberg, und zur bewirtschafteten Glasmännlehütte, der Rest folgte weiterhin unserer Rundtour.
Ein steiler und enger Hohlweg, angeblich ein alter Handelsweg, brachte uns tief runter ins Murgtal nach Friedrichstal und zu einem Ausläufer der letztjährigen Gartenschau rund um die dortige Michaeliskirche.
Klar, wir waren jetzt ganz unten im Tal. Also wieder frisch bergauf: erst allmählich, dann aber ordentlich steil ansteigend, führte ein schmaler Saumweg hoch zum Stöckerberg und damit zum Rest unserer Gruppe. Für diese letzte Anstrengung wurden wir durch einen wunderbaren Rundblick über Baiersbronn, das Murgtal und die umgebenden Schwarzwaldhöhen belohnt. Leider fiel der Blick dabei auch auf eine anrückende Regenwand, die wir aber in der Glasmännlehütte gut aussitzen konnten.
Nach dem Regen blieb uns nur noch der gemütliche Abstieg ins Tal, mit vielen Blaubeer-Büschen am Wegesrand, zurück zu unseren Autos.

