Ebbes isch emmer

Der Mundartabend der Ortsgruppe Eningen des Schwäbischen Albvereins in Verbindung mit dem Verein schwäbische mund.art folgte diesem Thema des Abends im Spital.

Er begann mit dem Lied „Auf em Wasa graset Hasa“ angestimmt von vier „Mundharmonikern“ aus der Mundharmonikagruppe des SAV Eningen nach der Begrüßung durch Dagmar Hoffmann.

 

Das Gedicht „Der Zauberlehrling“ wurde in Hochdeutsch von Christoph Reiners und Hermann Walz vorgetragen.

Wie kam Goethe zu diesem Thema? Durch einen Text, den Christoph Martin Wieland aus dem griechischen übertragen hatte und der die menschliche Eigenart schildert, dass Dinge und Geräte entwickelt werden, die nachher nicht mehr beherrschbar sind. Das neueste Beispiel dafür ist die künstliche Intelligenz.

Es folgte die schwäbische Version von Dagmar Hoffmann, danach sang Roman Mangold sein frisch geschaffenes Lied des „Zauberkehrlings“, in dem er die elektronischen Kehrroboter und Putzmaschinen aufs Korn nahm.

Was passiert, wenn ein Hacker diese Geräte umpolt und sie plötzlich wild in der Wohnung rumsausen und den Dreck ausblasen, statt zu kehren?

Peter Eberl bracht die baierische Version und Christoph Reiners das Gedicht in kölschem Dialekt.

Da kein Sachse gefunden wurde, hatte Roman Mangold diese Version von Lena Voigt im Kästle, die über Lautsprecher erklang.

Zwischenduch spielten die „Mundharmoniker“ begleitet von Gitarren zum Mitsingen fröhliche Lieder.

Nach einer Pause waren schon traditionell die Besucher dran mit eigenen Beiträgen.

Die Mundartautorin Susanne Zimmerer schilderte einen „Bruddler“, der jeden Monat etwas anderes zum bruddeln hatte und so durch das Jahr kam und sich zum Ende des Jahres wunderte, „dass scho wieder Weihnachte isch, mr häb jo erscht s Weihnachtssach uffgräumt.“

Bernd Kilgus hatte einen Rundgang durch Eningen mitgebracht, der originell in Reime gefasst war und so manche aktuellen Themen und Jugendstreiche schilderte.

Dass Weißwürste eine bayerische Lebensphilosophie sind, schilderte Peter Eberl. Klaus Hoffmann ergänzte auf der Gitarre das Lob auf die schwäbische Küche.

Auch Sebastian Blau durfte nicht fehlen – Otto Astfalk trug zwei Gedichte in bewährter Weise auswendig vor.

Alle zahlreichen Beiträge wurden mit begeistertem Beifall belohnt und zum Schluss sangen alle gemeinsam das Lied „A Baurabüabla mag i net“ mit gymnastischer Begleitung im Refrain.

Hermann Walz dankte allen Beteiligten und Helfern für die Gestaltung des gelungenen und aufmunternden Abends.

hw