Daß es nicht nur schwäbische Mundarten in unserem Lande gibt, kam beim letzten Mundartstammtisch mit dem „Kölsch“ zum Ausdruck.
Das illustrierte Gedicht der „Heinzelmännchen von Köln“ war Anlass, dies zu beleuchten.
Unser Albvereinsmitglied Christoph Reiners, gebürtig vom Niederrhein, brachte den Dialekt und die Gewohnheiten der Kölner Bewohner gut und lebhaft zur Geltung.
In einem Frage- und Antwortspiel bezog er die zahlreich erschienen Gäste launig mit ein.
„Müffele un süffele“ bedeuten „essen und trinken“. Beim Getränk war natürlich das „Kölsch – Bier“ und die Kneipenkultur ein wichtiges Thema. Ein Lied von den „black föös“ war dann passend. Es wurde von Klaus Hoffmann mit Gitarrenbegleitung gesungen.
Originell war dann das bekannte Gedicht „ Wie war zu Köln es doch vordem mit Heinzelmännchen so bequem“, das hochdeutsch und im Kölner Dialekt von ihm gelesen wurde. Die schwäbische Version von Hugo Brotzer trug Dagmar Hoffmann gekonnt vor.
Nachdem die Frau des Schneiders die fleißigen Männchen vertrieben hatte, fragte sich Liedermacher Roman Mangold, an der Querflöte begleitet von Peter Eberl, ob wir eigentlich heute auch Heinzelmännchen brauchen würden. Das sozialkritische Lied wurde zum ersten Mal zu Gehör gebracht und erhielt großen Applaus.
Die Pause wurde dazu genutzt, echtes Kölsch Bier zu probieren.
Den zweiten Teil begann Klaus Hoffmann mit eigenen Liedern , einem Bekenntnis zur schwäbischen Heimat und seiner Mundart.
In bunter Reihenfolge kamen spontane Beiträge aus dem Publikum einmal kölsch, dann wieder schwäbisch und auch bayerisch – fröhlicher und auch nachdenklicher Art.
Zum Schluss dankte Hermann Walz der Bücherleileiterin Karin Bähr für die Gastfreundschaft und allen Beteiligten für ihre Beiträge, die zeigten, wie vielfältig doch unsere Mundartkultur ist und wie ehrenamtliche Mitarbeit Freude machen kann22.
Er wies auf die nächste Veranstaltung am 8. März in der Andreaskirche hin. Eine Gruppe aus dem schwäbischen Oberland wird die „Schöpfung“ szenisch vortragen, die im 18. Jahrhundert vom Pater Sebastian Sailer im Dialekt humorvoll geschrieben und von Hugo Brotzer ins heutige oberschwäbisch übertragen wurde.
hw
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