Im Biosphärengebiet Schwäbische Alb

Im Herzstück des Biosphärengebiets Schwäbische Alb

(hoc) Die Schwäbische Alb ist mit ihrer wunderbaren Natur, geologischen Vielfalt und reichhaltigen Kultur seit vielen Jahren ein beliebtes Reiseziel für Gäste aus Nah und Fern.  Von der UNESCO wurde die Mittlere Schwäb. Alb 2009 als eine der bedeutendsten Landschaften der Welt ausgezeichnet und als Biosphärengebiet Schwäbische Alb anerkannt. Dieses erstreckt sich mit einer rund 40 km langen Nord-Süd-Ausdehnung vom Albvorland über den Albtrauf und die Albhochfläche bis an die Donau im Süden. Beteiligt sind 29 Städte und Gemeinden, darunter auch Eningen. Ein wichtiger Bestandteil ist der ehemalige Truppenübungsplatz Münsingen im Zentrum des Gebiets. Er war am Nachmittag des 17. August das Ziel eines Ausflugs der Seniorengruppe mit Omnibus-Leibfritz. In Münsingen stieg als fachkundige Führerin Frau Kuhn-Urban zu, die es hervorragend verstand,  bei einer mehrstündigen Tour die Schönheiten und Besonderheiten dieser herrlichen Landschaft erleben zu lassen. Erstes Ziel war das Biosphärenzentrum, das in zwei stilvoll renovierten Gebäuden des ehemaligen Alten Lagers untergebracht ist, interessante Informationen vermittelt und den Charme der Region unter anderem an über 30 interaktiven Ausstellungselementen erleben lässt. Dann ging es mit dem Bus durch den ehemaligen Truppenübungsplatz, der ab 1895 im Münsinger Hardt für das Militär eingerichtet und zum militärischen Sperrgebiet erklärt wurde. Nach dem 2. Weltkrieg stand er bis 1992 unter französischer, dann wieder unter deutscher Regie, bis er 2005 nach 110 Jahren militärischer Nutzung wieder zivilen Zwecken diente. Geblieben ist eine einmalige Kulturlandschaft, aber auch die Gefährdung durch Munitionsreste. Es ist ein Glücksfall, dass dort ein historisches Landschaftsbild bewahrt wurde. So hat die Schwäbische Alb früher in weiten Gebieten ausgesehen, als sie noch von Schafherden beweidet wurde, wie es in diesem Reservat auch heute wieder der Fall ist. Von verschiedenen aussichtsreichen Standorten erlebten die Besucher reinen Landschaftsgenuss. Besucht wurde auch das ehemalige Dorf  Gruorn, dessen damals 700 Einwohner von 1937 bis 1939 ihren Ort verlassen mussten, weil dieser und seine Gemarkung zur Erweiterung des Truppenübungsplatzes benötigt wurden. Seit 2006 ist Gruorn wieder öffentlich zugänglich. Erhalten blieb nur die Stephanuskirche mit dem sie umgebenden Friedhof und das ehemalige Schulhaus, in dem jetzt ein Heimatmuseum untergebracht ist. Die Gruppe besuchte die von ehemaligen Gruornern wiederhergestellte Kirche. – Für die Eninger war dieser Ausflug, insbesondere dank den von Frau Kuhn-Urban vermittelten Eindrücken, ein großartiges Erlebnis. Zur Schlusseinkehr ging es anschließend in den Gasthof zum Lamm in Gomadingen, wo man in gemütlicher Atmosphäre bestens bewirtet wurde, bevor es über St. Johann wieder nach Eningen zurück ging.