Am Karlsruher Grat – Bericht –

.. Sonntag, 13.08.2017, 2 Ortsgruppen vom Lichtensteingau führten am gleichen Tag 2 nicht abgesprochene Rundwanderungen im Nordschwarzwald durch.

Sickenhausen, Wanderführer Manfred Goller, begann mit 30 Teilnehmer beim Kloster Allerheiligen und den Wasserfällen, Eningen unter Achalm, Wanderführer Michael Coconcelli und Sepp Härle eröffneten den Wandertag am Steinbruch Ottenhöfen (Karlsruher Grat) mit 19 Teilnehmern.

Für Eningen war der Start am Steinbruch, ein vielseitiger Anstieg entlang des Gottschläger-Baches mit seinen Wasserfällen, vorbei am Edelfrauengrab und einer historischen Brücke, auf halber Höhe ein Schnaps- und Getränkebrunnen. Etliche Bänke laden hier zu einer Verschnaufpause vor dem weiteren Anstieg ein.

. ..die Tour kann nur bei trockenem Fels stattfinden. .. viele bange Stunden der vorangegangenen Regentage, heute: trockenes Wanderwetter, ideal für die Kraxelei. Kein Teilnehmer wollte die Umgehung in Anspruch nehmen.

Der Karlsruher Grat ist eine ca. 400m lange Felstour und bietet Abschnitte mit alpinem Charakter. Der Pfad über die Felsen ist schmal und erfordert Klettereinlagen, Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und solides Schuhwerk. Nach 1 ½ Stunden sind alle unfallfrei durch.

Ein Rucksackvesper in der Schutzhütte Brennte Schrofen, einige Blicke von der Aussichtskanzel und hinunter ins Tal, zurück zum Ausgangspunkt.

 

Ca. ½ Stunde Fahrzeit: Kloster Allerheiligen: der Beginn erfolgt vom unteren Parkplatz, wir genießen die Allerheiligen-Wasserfälle im Anstieg. Im 19. Jhd. erfolgte die Begehung noch auf mitgeführten Leitern. .. wir sind auf den Stein-Treppen des 20.Jhd. unterwegs. Beeindruckende Wassermassen fallen an verschiedenen Engpässen an uns vorbei in die Tiefe. Kloster Allerheiligen: nach ca. 115 hm erreichen wir die Klosteranlage, gestiftet 1191 von Uta von Schauenburg. Ein Esel wurde mit Goldsäcken auf den Weg geschickt, wo er die Ladung abwarf, war der Klosterstandort (diese Entscheidung würde heute viele € Einsparung in der Planung einbringen). Das Kloster, 1802 säkularisiert, fiel 1804 dem Blitzschlag zum Opfer. Im Museum vor Ort kann die ursprüngliche Größe der Klosteranlage nachempfunden werden.

Die Tour zurück erfolgt über einen Teil des Sagenweges, eine gelunge Kombination vor Ort!

Mit den jeweils getrennten Schlußeinkehren der Ortsgruppen geht ein ereignisreicher Wandertag zu Ende, .. mit dem Wunsch nach mehr.

 

M.C.

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